„Dingeldong treibt sich noch irgendwo rum, laut einer SMS von ihm heute morgen ist er irgendwie in einem Taxi von Bonn nach Köln oder so…“
Eine bessere Einleitung kann es eigentlich gar nicht geben als der u.g. Blog-Eintrag meines Kollegen bihindata der gerade dass Spiel seines Dorfvereines geguckt hat. Aber dazu später mehr …
Mein Wochenende war bisher ganz akzeptabel. Am Freitag ein spontanes Treffen mit so nem Mädchen aus L.-W. in B. ausgemacht, abends in einer öffentlichen, sehr populären und gerne von Touris benutzten Discothek wiedergefunden, da eine Freundin von nem Kollegen Geburtstag gefeiert hat (Glückwünsch nochmal nachträglich an dieser Stelle!) ehe es in das Stammlokal im Westen des Dorfes ging. Schön 2-3 Pitscher Futschi (OI! OI!) und paar Mollen gezischt bevor es nochmal kurz ins eigene Heim ging, um die Tickets zu holen und die Dusche zu strapazieren. Läuft!
Die Hinfahrt ins hässlichste Land in Süddeutschland erfolgreich überstanden, wartete man noch zwei Stunden auf die Freunde und es ging Richtung Dorfplatz. Angekommen strahlte auch die Hitze auf meinen Astralkörper ein, welch ein herrliches Gefühl. Merda Winter! Nach 90 Minuten + 15 Minuten Halbzeitpause hat man leider mit 0:2 verloren, aber davon ging man auch aus …
Zurück am Hauptbahnof sah man noch überwiegend hässliche Menschen – was anderes kennt man hier auch nicht. Irgendwann um kurz vor 7 fuhr der Zug in das ca. 100 km westlich gelegene schönste Land in Süddeutschland los und eine Stunde später war man auch da. Und Freunde, welch ein herrliches Gefühl, als man was für 3,90€ zwischen den Gaumen bekam. Genial!
Mit gesättigtem Magen und unserer neuen Freundin D. machte ich mich mit T. Richtung Kneipe auf, um da noch ein wenig auf die Freunde zu warten, die später dazustoßen sollten und wir uns somit die Zeit bis zur Abfahrt um 6 Uhr morgens totschlagen konnten. Um 12 hat man dann erfahren, dass nichts mehr los sein wird, da die meisten alle Kaputt von der Arbeit waren und eher das warme Bett vorzogen. Scheiße, dass man noch gute 12 Stunden davon entfernt ist … Zwischenzeitlich ist auch D. irgendwann auf meiner Schulter, später an meinem Bein (für falsche Denkweise gibts wat vorn Kopp!), eingeschlafen, da ich ihre Schulter bzw. ihren Rücken für die Bierablage nutzen konnte. Danke nochmal dafür und Küsschen nach Osten!
Nunja, auch sie verabschiedet ging es dann zum Hauptbahnhof um nachzuschauen, ob man denn nicht über Umwege nach Hause kommt, und siehe da: 01:29 Uhr – Köln! JAWOLL!
Kurz nach Abfahrt weggeknickt sollte man bis Köln auch durchschlafen, doch durch die herrlich laute Ansage von Herrn Schaffner, die zu 90% wortwörtlich lautete: „Wegen eines Leichenfundes auf den Gleisen wird sich die Weiterfahrt auf ungewisse Zeit verzögern.“ - sagte mir – aufstehen! Na Hurra … ‘ne halbe Stunde später auch gecheckt, dass in Köln der Zug nicht mehr erreichbar sein wird und somit hat Frau Schaffnerin dann erstmal paar Taxis geordert. Jawoll ²! Irgendwann kamen auch immer mehr Leute, die nicht über Umwege nach Köln wollten, doch die Liebe Frau hat sich dann einfach mal mit den Worten: „Ich muss weg. Tschüss!“ verabschiedet. Deutsche Bahn, wie liebe ich dich.
In Köln angekommen auch nochmal 50 Minuten warten ehe man dann gegen frühen Mittag wieder im Heimatdorf ankam. Ebenfalls war ich noch bei der Zweitvertretung meines Dorfvereines, welches die Begegnung auch für sich entscheiden konnte. Nun bin ich hier, seit knappen 36 Stunden wach.
Nebenbei noch ein Beileid an die Angehörigen des Toten. R.I.P.!