Shalom ihr Versager,
ja, auch der Blog wird mal wieder mit geistigem Dünnschiss bevölkert. Aber das ist es mir, nach diesem Wochenende, einfach nur Wert.
Vielleicht sollte ich mal ca. ein Jahr zurück gehen. Dort war der 17. Geburtstag meines kolumbianisch-deutschen Bruders und an diesem Tag lernte ich ein Mädchen kennen, nennen wir sie einfach mal Kim. Kim ist heuer 18 Jahre, sieht nicht schlecht aus und ihr Körperbau ist auch akzeptabel. Das einzige Manko, welches sie vorweist: Ein Typ macht ihr schöne Augen und sein Schwanz wird den Abend genießen.
Kim, mit der ich seit diesem Geburtstag nichts mehr zu tun hatte, traf ich dann an einem Novemberabend, ebenfalls auf einem Geburtstag, wieder und seit dem hatten wir dann auch mehr Kontakt. Die Tage vergingen und so langsam aber sicher hatten wir Heiligabend (Donnerstag – Anmerkung der Redaktion) vor der Tür. Jeden Mittwoch gibt es in der Stadt in der örtlichen populären Disco alles zum halben Preis was sich die verkeimte Jugend (Man nennt einige von denen auch Metros) mit ihren schwulen Vokuhilas nicht nehmen lässt. An jenem Abend ging ich auch wieder mit meinen ganzen Halma Freunden hin und sah dort dieses Mädchen, genannt Kim, und hatte meinen Spaß. Von Händchenhalten (Schwul!) bis .. ja ihr wisst schon. Mit dabei waren auch jede Menge Shots (ugs. auch “Kurze” genannt) Sambuca im Spiel, so dass ihr gegen drei Uhr dann nicht mehr so wohl war und ich sie nach Hause begleitet hat. Was dann passiert interpriert bitte jeder Selbst. Danach hatten wir auch eine Weile miteinander zu tun, wir teilten uns das Geschenk für einen ihrer besten Freunde, jener Klassenkamerad von mir, was sich aber nach diesem Abend schlagartig ändern sollte. In meinem Suff quatschte ich sie zwei Stunden voll, dass ich auf sie “stehe” (vgl. verliebt sein). Nunja, ich hab mich an dem Abend also ein wenig lächerlich gemacht und die Freundschaftsschiene schien solangsam falsche Formen anzunehmen, ja, bis zum letzten Freitag.
Diesen Freitag will ich euch jetzt auch näher beschreiben: Mein treuer Hallenhalmakollege und Wegbegleiter T. fragte mich am Vorabend, also Donnerstag, ob ich denn nicht mit ihm zu einer Arbeitskollegin mit ihm gehen will, sie soll ganz locker drauf sein und hat noch eine flasche Jack Daniels zu Hause stehen, der solangsam mal weg müsse. Gesagt, getan, 1 Stunde dagewesen, die Flasche war leer und auf gings ins Dorf. Dort dann auch wieder jene Kim gesehen, die ich an dem Abend so therapiert habe, so dass ich es euch nur durch Erzählungen wiedergeben kann:
- Ich habe sie nach einem Streit (welcher Streit?!?) geküsst und sie hat mir eine gescheuert
- Ich habe zwei Stunden neben ihrem Typen, den sie sich gegabelt hat, gesessen und sie hinter ihrem Rücken permanent als Schlampe, Hure und Dumme Fotze beleidigt
- Ich habe sie in der U-Bahn weiter beleidigt und ihren Typen bedroht
- Der Typ hat während dieser zwei-drei Stunden nicht einmal zu mir rüber geguckt und lieber aus dem Fenster geguckt, getreu dem Motto: “Lass sie mal machen!”
- Ich habe ihr drei SMS geschrieben mit dem Inhalt, dass ich sie doch über alles Liebe und es mir sehr, sehr Leid tut. In der letzten hab ich sie als Schlampe bezeichnet.
Am nächsten Morgen war mir nicht ganz so übel und meine Gedanken puzzleten sich nach und nach wieder zusammen, ich hab ihr erstmal eine SMS geschrieben, dass mir das Ganze doch sehr leid tun würde … Leider folgte darauf keine Antwort, was ich aber auch verstehen kann. Eine Freundin sagte mir noch, dass sie sie an ihrer Haltestelle gesehen haben und sie wohl gesagt haben soll, dass sie jetzt ziemlichen Hass schiebt. Verständlich!
Nunja, der Tag wurde in der Halle zum Halma gucken verbracht ehe es wieder ins warme Heim ging, der Körper regenerierte sich langsam und das Essen mundete. Aber es stand ja noch ein weiterer Besuch in einem Club mit gutem, nein, sehr gutem Bass an, so dass ich mich abermals mit meinem Kollegen T. um 23 Uhr traf und wir auf ein paar weibliche Geschöpfe an einer US-Amerikanischen Fast Food Kette hängenblieben, um auf sie zu warten. Während der Zugfahrt in den Club flossen Mischen die Kehlen runter und die Stimmung stief fortan wieder gut an, wobei ich mich ein wenig zurückhielt, ich will ja nicht wieder jede als Schlampe bezeichnen. Gegen Halb Eins wurde also der Club betreten und sich auf die Tanzfläche begeben, so einen geilen Bass hatte ich noch nie. Allerdings hielt das ganze nicht lange an, da eine der weiblichen Wesen ganz Interessant wirkte und ich mit ihr ab und an eine Rauchen ging, da sie die einzige im Bunde war, die diesen ekelhaften Fetisch mit mir teilt.
Sie ist 21, sieht optisch nicht ganz so gut aus wie Kim, aber sie hat ein gewisses etwas, so das wir uns gut zwei Stunden unterhielten, über dies und das, nur fiel halt nicht das Wort Schlampe. Doch, einmal, als ich sie fragte, was sie von weißen Stiefen hält. Aber ein süßes Grübchen beim Lachen hat sie ja …
Nun gut, gegen Halb Fünf dann wurden einige zu Müde und wir verließen die Örtlichkeit in Richtung Treffpunkt von vorhin, die U-Bahn wartete schon auf T. und mich und was dann passierte, wurde selbst mir zu viel.
Ihr müsst wissen, unsere Stadt ist sehr sehr groß, hier leben sehr sehr viele Menschen und die U-Bahn ist Sonntag morgen um Halb Sechs nun nicht wirklich voll. Doch, an diesem Abend (Morgen) schon, viele kamen vom Feiern und ich machte mich auf dem Dreiersitz breit, bis ich dann im Augenwinkel sehe wie eine junge Dame angerannt kommt, ich gucke sie an und hab in Windeseile meine Hand vor dem Gesicht, den Kopf nach unten gebeugt. Mein Kollege hat nur noch angefangen zu lachen. Ja, der schlaue Mensch wird sich jetzt denken was kommt: Es war Kim, jenes Mädchen, welches ich vor 24 Stunden noch aufs übelste beleidigt habe. Und wisst ihr warum ich mittlerweile dazu stehe? Weil der Typ, Hand in Hand mit Kim, ein neuer als der vom Vortag war und wohl nicht ganz gecheckt hat, wieso mir Kim ihren Hassblick widmete. Da ich nicht voll war und sie nicht noch weiter demütigen wollte, stand ich trotzdem auf, um an der nächsten Station auszusteigen, um mich in den anderen Waggon zu setzen, da ich mir das Spiel nicht geben wollte ohne sie vorher nicht anzugucken um sie dann aufs übelste auszulachen.
Oh Freunde, mein Herz hat so gelacht. Ich bin gerade immernoch schockiert von dem Ganzen, aber ich krieg mein Grinsen einfach nicht aus meiner Fresse. Herrlich! SLAPSTICK PUR!
Nun sitze ich hier um kurz vor eins am Montag, ich hab Ferien, also macht das nichts. bihindata ist gerade von seinem Hallenhalma-Trip zurück und erzählt mir die Story, da ich solche auch kenne, kann ich mich in seine Lage sehr gut hinein versetzen. “Ich wollte nur gucken, ob sie auch so hässlich sind wie …”
In diesem Sinne,
Privet und guten Start in die Woche!